Schulprogramm

Fortschreibung des Schulprogramms des OSZ Dahme- Spreewald

Schulprogramms des OSZ Dahme- Spreewald

AG Schulqualität und Schulentwicklung:               18.03.2019
Beschluss durch die Konferenz der Lehrkräfte:     31.07.2019
Beschluss der Schulkonferenz folgt nach Konstituierung der Schulkonferenz

1. Leitlinien
Das OSZ ist ein moderner, freundlicher, lebendiger und sicherer Ort, der den Schülern und Schülerinnen und Auszubildenden neben Wissen, Können und Werten auch Freude und Spaß am Leben und Lernen vermittelt.
Wir praktizieren, pflegen und gestalten einen offenen, ehrlichen und toleranten Umgang.
Das OSZ ist ein zuverlässiger, stabiler und anerkannter Partner der regionalen und überregionalen Wirtschaft.
Die Qualität von Schule und Unterricht orientiert sich an den mit der Institution Schule verbundenen Erwartungen. Lernergebnisse und pädagogische Wirkungen und Erfolge sind im Kernprozess der Schule (Lehren und Lernen) messbare Ergebnisqualität.
Wir gestalten die Möglichkeiten zur persönlichen Entfaltung, der Teilhabe am schulischen und außerschulischen Leben sowie der weiterführenden Bildung, Ausbildung und des beruflichen Fortkommens aktiv.

2. Das OSZ Dahme-Spreewald – Partner der Beruflichen Bildung
Mit den vier Abteilungen in Schönefeld, Lübben, Königs Wusterhausen 1 und 2 repräsentiert das OSZ Dahme-Spreewald die Berufliche Bildung im Umfeld einer wirtschaftlich starken und wachsenden Region. Gleichzeitig wird die besondere Struktur des OSZ den strukturpolitischen Gegebenheiten des Landkreises gerecht.

Wir sind ein zuverlässiger Partner der regionalen und überregionalen Unternehmen und Institutionen. Die Bandbreite der klassischen Berufe in den Berufsfeldern Wirtschaft und Verwaltung, Technik, Ernährung und Hauswirtschaft sowie im sozialpädagogischen Bereich trägt dem spezifischen Bedarf der sich rasant entwickelnden Region Rechnung.
Die Angebote der Berufsvorbereitung und -orientierung ermöglichen den unversorgten Schulabgängern und Einzugliedernden eine optimale Vorbereitung auf die Ausbildung. Zusammen mit den Bildungsgängen, die zur Allgemeinen Hochschulreife und zur Fachhochschulreife führen, bestimmen sie das Profil des OSZ Dahme-Spreewald.
Im beruflichen Schwerpunkt „Wirtschaftswissenschaften“ des Beruflichen Gymnasiums können die künftigen Abiturienten ohne zeitlichen und finanziellen Mehraufwand die Teile 3 und 4 der Meisterprüfung der HWK Cottbus absolvieren. Im Rahmen der Kooperation zwischen der HWK Cottbus und dem OSZ LDS wird damit gezielt die Nachwuchsgewinnung im regionalen Handwerk gefördert.
Die Kooperation zu den Allgemeinbildenden Schulen, Hochschulen und Bildungspartnern gewährleistet die notwendige Transparenz, Durchlässigkeit und Nachhaltigkeit von Schule für Schülerinnen und Schüler, Eltern und Auszubildende.

Der Landkreis Dahme-Spreewald schafft und erhält als Schulträger die wirksamen Voraussetzungen, um einen hohen Ausbildungsstandard realisieren zu können.

Die Unternehmen der Luft- und Raumfahrt, der leistungsstarke Mittelstand und insbesondere die Flughafenregion mit dem Flughafen BER sind die Impulsgeber für die Weiterentwicklung zum Wirtschafts-, Bildungs- und Gesundheitsstandort Dahme-Spreewald. Das OSZ wird in diesem Umfeld seinen Aufgaben in einer sich demographisch und bedarfsgerecht verändernden Bildungslandschaft in vollem Umfang gerecht.

3. Unterricht
Gute Lern- und Leistungsergebnisse der Schülerinnen, Schüler und Auszubildenden sind das Ergebnis einer planvollen Gestaltung der Lehr-, Lern- und Arbeitsprozesse in den jeweiligen Bildungsgängen. Bildung und Erziehung als Einheit sind in enger Zusammenarbeit mit den Eltern, erwachsenen Schülerinnen, Schülern und Auszubildenden und den Partnern der Beruflichen Bildung eine wesentliche Voraussetzung.
Ein qualifiziertes und motiviertes Lehrerkollegium realisiert in allen Fachbereichen und Bildungsgängen einen handlungs- und vor allem praxisorientierten Unterricht. Grundlage dafür sind die allen bekannten Rahmenpläne, Unterrichtsvorgaben, Handreichungen und das schulinterne Curriculum. Das schulinterne Curriculum wird in angemessenen Abständen überarbeitet. Stoffverteilungspläne werden jährlich aktualisiert.
Moderne Fachlabore (PC, Kfz, Physik, Technik, Lehrküche, Lehrrestaurant, Sozialpädagogik, …) und passende Unterrichtskonzepte tragen maßgeblich dazu bei, Kompetenzen zu entwickeln und zu vertiefen. Zusatz- und Förderangebote, Binnendifferenzierung, Praxisbezug, Fachlichkeit und ein handlungsorientierter Unterricht ermöglichen die Berufsfähigkeit und/oder Studierfähigkeit zum Abschluss des Bildungsganges.
Allgemeinbildende (berufsübergreifende) und berufsbezogene Fächer werden angemessen gewichtet. In der Berufsausbildung werden auch die Allgemeinbildenden Fächer berufsorientiert unterrichtet. Mit dem Fremdsprachenzertifikat und weiteren berufsspezifischen und schulischen Angeboten wird der Unterricht ergebnisorientiert begleitet und zukunftsorientiert ergänzt.

Die Wahrnehmung von Fortbildungsangeboten, Informationspraktika und die Praxisnähe sind der Garant für eine hohe Professionalität der Lehrkräfte. Die Fortbildungen der Lehrkräfte im Rahmen der Bildung 4.0 umfassen die technologische, gesellschaftlich-kulturelle und anwendungsbezogene Perspektiven. Das interne Fortbildungskonzept wird über den jährlich zu aktualisierenden Fortbildungspass umgesetzt.
Das Handlungskonzept zur Durchsetzung der Berufsschulpflicht gemäß RS 17/18 verhindert Ausbildungsabbrüche und Schulverweigerung (siehe Anhang).

Das pädagogische Gesamtkonzept des OSZ spiegelt die Kernaussagen der relevanten Beschlüsse der Schulleitung, der Konferenz der Lehrkräfte sowie der Schulkonferenz wider. Die überarbeitete Zusammenstellung erfolgt nach der Aktualisierung der vorhandenen Beschlüsse zum Schuljahr 2020/2021.

4. Kooperationen, schulische und außerschulische Projekte und Wettbewerbe
Die Optimierung des Übergangsmanagements von der Grundschule bis zur Berufsschule, Berufsfachschule, Fachschule, Fachoberschule und dem Beruflichen Gymnasium sind inhaltlicher Schwerpunkt der Kooperationsvereinbarungen mit Grundschulen, Oberschulen, Förderschulen, dem Zweiten Bildungsweg. Durch Kooperationen mit Hochschulen, überbetrieblichen Ausbildungszentren der Handwerkskammer und weiteren Institutionen (z. B. Arbeitsagentur) sind ideale Voraussetzungen für eine intensive Zusammenarbeit bei der Berufsorientierung und Bildungsgangberatung geschaffen. Das OSZ gestaltet die nachfolgenden Veranstaltungen durch Vertreter/-innen der Schulleitung und des Kollegiums kontinuierlich aktiv mit:
- Elternversammlungen – Ü7-Verfahren (Übergang von der Grundschule zur/ zum Oberschule, Gymnasium
- Elternversammlungen – Ü11-Verfahren (Übergang von der Oberschule zur Berufsausbildung, Berufl. Gymnasium, Fachoberschule, Berufsvorbereitung, Berufsfachschule)
- Tage der offenen Tür am OSZ und an anderen Schulen
- Regionale und überregionale Ausbildungsbörsen
- Berufsorientierungstage der abgebenden Schulen

Mit schulischen und außerschulischen Projekten werden die Schülerinnen und Schüler und Auszubildenden aktiv in das Übergangsmanagement einbezogen.
- Projekt „Türöffner“
- Initiative Deutschland sicher im Netzt mit „Buttom up“ – ein Datenschutzprojekt
- „Studieren lohnt sich“
- „Schnupperstudium“
- Projekttage für künftige Schulabgänger am OSZ (Kfz, FOS, Berufl. Gymnasium)
- Ausbildertage am OSZ

Mit schulischen und außerschulischen Projekten wird der Unterricht begleitet und ergänzt:
- Wochen der Verkehrssicherheit (seit 1997…)
- „Kennenlerntage“
- Erlebnispädagogik mit SchülerInnen, Auszubildenden und LehrerInnen
- Brandenburger Entwicklungspolitische Bildungs- und Informationstage
- Besuch der Ausbildungsmesse „Vocatium“, Berufsberatung durch die AFA
- enge Zusammenarbeit mit dem Institut für Talententwicklung
- Hybrid-Technologie und E-Mobilität sowie der entsprechenden Diagnosemittel durch Kooperation mit einem Ausbildungsbetrieb
- Integration einer Lernplattform in den Aus-Bildungsprozess
- Börsenspiel
- Internationaler Azubi-Austausch mit Frankreich im Bereich der Luftfahrttechnik (seit 2017)
- Pädagogische Fahrt (seit 2017)
- Skilager in Südtirol
- weitere Fahrten werden im Rahmen des Schulfahrtenprogramms realisiert, wie z. B. Fachexkursionen u. a. nach Barcelona, London, …

Schülerinnen, Schüler und Auszubildende beteiligen sich an schulischen und außerschulischen Wettbewerben
- „Invent a Chip“
- Sportlichste/r Auszubildende/r in Brandenburg
- Fußball-Pokal des MBJS
- Volleyball-Pokal des MBJS
- Regionalmeisterschaften „Kochen“

In den Arbeitsgemeinschaften „AG Schul- und Qualitätsentwicklung“ sowie „AG Berufliches Gymnasium“ werden auf breiter Basis und standort- bzw. schulübergreifend relevante Themen bearbeitet.

5. Qualitätsentwicklung und –Qualitätsmanagement aktiv mitgestalten
Die Schulleitung, die Kolleginnen und Kollegen, die Schülerinnen und Schüler und Auszubildenden entwickeln und gestalten gemeinsam die Vorstellungen von einer guten Schule.
-  das Konzept „Verlässliche Schule“ kennen, umsetzen und aktualisieren
- Stunden- und Aufsichtspläne durch Evaluation optimieren
-  transparente Einsatz-, Turnus- und Stundenplanung
- kollegiale Unterrichtsbesuche ermöglichen die fachliche, pädagogische und organisatorische Abstimmung
- vertrauensvoller Dialog im Leistungs- und Entwicklungsgespräch
- Teilnahme der Schülervertreter an Konferenzen
- externes Coaching (Schulleitung, Abteilungsleitung…) ermöglicht eine ergebnisorientierte „Draufsicht“
- externe Schulberater unterstützen und begleiten schulische Prozesse
- Lehrernachwuchs im eigenen Haus ausbilden
- schulinterne Fortbildung von und mit Referendaren organisieren
- Standards entwickeln, professionalisieren und umsetzen
- Mitarbeit in Prüfungs-, Berufsbildungsausschüssen, Arbeitskreisen
- begleitende Integration von neuen Kolleginnen und Kollegen, Gastlehrern, Referendaren, Praktikanten
- pädagogisch, fachlichen Austausch in den LBK aktiv gestalten
- Teilnahme und Teilhabe der Schülerinnen und Schüler und Azubi ermöglichen

6. MINT und Bildung 4.0
Seit 2015 führt das OSZ als erstes OSZ Brandenburgs den Titel „MINT freundliche Schule“. Das Engagement des OSZ in den Bereichen „Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik“ zielt auf die Stärkung und Weiterentwicklung der digitalen Transformation von Bildung. Ziel ist es die Schülerinnen und Schüler sowie die Auszubildenden für die digitale Zukunft fit zu machen. Das OSZ aktualisiert den Medienentwicklungsplan regelmäßig und es hat einen abgestimmten Masterplan zur Entwicklung und Gestaltung der Digitalisierung am OSZ.

- Jeder Klassenraum ist dauerhaft mit Endgeräten ausgestattet, die eine sofortige Nutzung für den Unterricht ermöglichen (PC/Beamer/Interaktive Tafel/ …).
- Jeder Klassenraum verfügt über schnelles Internet und WLAN.
- Die Nutzung privater Endgeräte ist möglich (BYOD).
- Einrichtung einer interaktiven Lernplattform
- Das OSZ entwickelt sich auf der Basis der MINT-Schule zur Digitalen Schule.
- Realisierung des abgestimmten internen Medienbildungskonzeptes

Die Schule gewährleistet, dass durch den Einsatz von digitalen Technologien im OSZ die Teilhabe aller Schülerinnen und Schülern am Schulleben und das selbstbestimmte Lernen gefördert wird.

7. Schulklima
Das OSZ ist und bleibt ein moderner, innovativer, freundlicher, heller und gut ausgestatteter Lern- und Lebensraum. Die Schülerinnen, Schüler und Auszubildenden, Lehrerinnen und Lehrer und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fühlen sich wohl und machen von unserer Schule Gebrauch.
Wir
- legen Wert auf ein gutes Schulklima
- legen Wert auf Vertrauen, Transparenz und Identifikation mit unserer Schule
- legen großen Wert auf eine von Respekt und Offenheit geprägte Kommunikation, ein tolerantes Miteinander und akzeptieren Regeln
- pflegen Traditionen
- gestalten den Lebensraum Schule und das Schulleben aktiv mit
- legen Wert auf den Erhalt der Werte
- erkennen, achten und würdigen besondere Leistungen
- praktizieren eine hohe Streitkultur.
- JEDER nimmt seine Verantwortung für die Schule ernst und wahr.

K.-U. Tölpe
Schulleiter

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